Trennung – mit Familie: Was verlierst Du wirklich?

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Fast drei Jahre ist es her, dass ich mich getrennt habe – von meiner Frau. eigentlich wollte ich mich nur von ihr trennen. Von sonst nichts. Wir passten einfach nicht mehr zusammen, haben das vielleicht auch noch nie getan, haben als Team aber wirklich gut funktioniert, aber irgendwann war’s dann einfach soweit. Die Wege und Ansichten hatten sich schon lange in verschiedene Richtungen bewegt, Anpassung war an der Tagesordnung, Corona gab wohl seins noch dazu und dann kam Birgit in mein Leben und alles veränderte sich schlagartig. Die Trennung war unvermeidlich (Human Design – nur trennen wenn es schon jemand anderen gibt). Und sie hat sich richtig angefühlt. Die Trennung von meiner Frau.

Von was ich mich in diesem Moment noch getrennt hab, wusste ich nicht, das kam dann erst so nach und nach. Und es hat nicht nur mich alleine getroffen: Gutmütigerweise habe ich Frau und Kinder in unserem Haus weiter wohnen lassen und ich habe mich rauswerfen lassen. Unser Trennungs-Coach und meine Frau haben das so gesagt, dass man das so macht – wenn man sich trennt hat man auch zu gehen. Das war so nicht von mir geplant, aber ich hab es mit mir machen lassen. Ich hab mich praktisch rauswerfen lassen, aus meinem Haus. Und, damit habe ich mich dann von viel mehr trennen lassen als ich eigentlich wollte.

Ich habe mich von Ritualen trennen lassen und andere gleich mit.

Ich habe mich von Ritualen trennen lassen und andere gleich mit. Bis zur Trennung stand ich jeden Tag als erster in der Familie auf und meditierte auf der Sitzfläche des Kachelofens. Bevor ich mich dazu gesetzt hab, hab ich die Kinder geweckt, mich ab und zu kurz ins Bett gekuschelt, die Türen zu ihren Zimmern offen gelassen, damit ich sie rufen konnte wenn es dann wirklich zum Aufstehen war. Meine große Tochter ist meist aber schon voller Freude freiwillig aufgestanden und hat sich in meinen Schneidersitz gesetzt und mitmeditiert. Ich hab ihr meine Hand auf’s Herz gelegt und täglich ihr aufgeregtes Gemüt beruhigt. Wenn sie dann soweit war und die Aufregung der Nacht abgelegt hatte, konnte der Tag beginnen. Sie war in Sicherheit, täglich. Corona und das Homeschooling hatten das Ritual schon mal durcheinander gebracht, aber schlussendlich hat es die Trennung von heute auf morgen einfach beendet. Für uns beide. Völlig unvorbereitet. Von jetzt auf gleich war jeder Tag am Morgen anders als er bis dahin 12 Jahre lang gewesen ist. Für sie und für mich.

Fazit: Wenn Du Dich trennst, oder Dich innerlich schon lange getrennt hast – nimm Dir Zeit für die wichtigen Entscheidungen, die eine Trennung mit sich bringt. Lass Dir keine Fehler oder gar Schuld einreden – denn zu einer Trennung gehören immer zwei. Lass Dir nicht sagen, was Du zu tun hast, sondern höre auf Dein Herz, Deine innere Stimme, Deine Intuition. Lass Dich unparteiisch begleiten, falls Du alleine nicht weiter weisst. Wir stehen Dir gerne bei und nehmen Dich mit in unsere Erfahrung, berichten Dir wahrhaftig über die Fehler, die wir bei unseren Trennungen gemacht haben und unterstützen Dich auf Deinem Weg, damit aus dem Gedanken der Freiheit keine späte Realitätsattacke wird.